Herz Kreislauf-Erkrankungen

Eine Reihe von Faktoren, die teilweise unbeeinflussbar, hauptsächlich aber beeinflussbar sind, wirken sich auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Durch deinen Lebensstil kannst du dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Deine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten nehmen einen besonderen Stellenwert in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. Eine gesunde Lebensweise hält nicht nur gesund, sondern wirkt sich auch positiv auf die Herz-Kreislauf-Risikofaktoren Körpergewicht, Blutdruck, Blutfettwerte und Diabetes mellitus aus. Es lohnt sich also doppelt. Die besondere Chance liegt darin, dass du deine Prävention aktiv mitgestalten kannst.

Risiko Bluthochdruck

Jede Minute sterben in Europa zwei Menschen an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Der Grund: Bluthochdruck.

Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für den Schlaganfall und ist einer der größten für Herzversagen, Herzinfarkt, die arterielle Verschlusskrankheit und Erkrankungen der Nierengefäße. Bluthochdruck kann jeden treffen. Es gibt allerdings diverse Faktoren, wie Übergewicht und unsere „normal“ gesalzenen Speisen, die die Entstehung begünstigen.

Im Schnitt hat jeder vierte Erwachsene zu hohen Blutdruck. Mit dem Alter nimmt das Risiko zu. Trotzdem wissen viele - besonders jüngere Menschen - gar nichts von ihrem Risiko, denn zu hohen Blutdruck spürt man nicht, er tut ja nicht weh.

 

(siehe hierzu auch unsere Info zum Thema Bluthochdruck im Themenfeld "Befindlichkeitsstörungen)

Vorbeugen ist besser als heilen....

.... dieses Sprichwort trifft auf zahlreiche chronische Erkrankungen zu. Beispiel: koronare Herzkrankheiten. Wie aus einer umfassenden Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht, ist die seit 30 Jahren zu beobachtende Abnahme koronarer Herzerkrankungen zu zwei Dritteln mit einer gezielten Prävention und nur zu einem Drittel mit Verbesserungen der Therapie zu erklären.

Wir müssen die Prävention verstärken, das fordern Wissenschaftler und verweisen darauf, dass mindestens 65 Prozent der koronaren Herzerkrankungen allein durch die Kontrolle der drei klassischen Risikofaktoren verhindert werden könnten: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und das Rauchen.

 

Wer heute herzkrank ist, kann selbst jede Menge tun, um mit seiner Erkrankung gut und lange zu leben

Neben einem „herzfreundlichen“ Lebenswandel (= so wenig Stress wie möglich) und zur Prävention, um dem plötzlichen Herztod vorzubeugen, empfehlen viele Ärzte und Wissenschaftler täglich ein Gramm Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei der Behandlung und Prävention von Arteriosklerose hilfreich ist. Die Klebrigkeit der Blutplättchen und die Neigung zur Blutverklumpung wird reduziert. Der Blutfettspiegel und der Blutdruck werden gesenkt, womit zwei weitere Risikofaktoren positiv beeinflusst werden.

Jährlich sterben viele tausend Menschen an plötzlichem Herztod. Durch die Einnahme hochkonzentrierter Fischöle - das beweist eine Studie der renommierten italienischen Forschungsgruppe GISSI mit mehr als 11.000 Patienten kann dieses Risiko um rund 45 Prozent gesenkt werden.

 

Warum gilt der Herzinfarkt in Grönland als fast unbekannte Erkrankung?

Die Antwort ist einfach: Auf dem Speiseplan der Einwohner dieses Landes steht beinahe täglich fetter Meeresfisch. Ähnlich verhält es sich in Japan, wo ebenfalls viel Fisch verzehrt wird. Auch hier sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zu den westlichen Industrieländern relativ selten.

Nachweislich wirkt die Aufnahme der Fettsäuren aus dieser Ernährung dem Herzinfarkt entgegen. 

Was Omega-3-Fettsäuren sonst noch alles können....

Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten haben sich in den vergangenen Jahren mit der Wirkung von den Omega-Fettsäuren auf die Gesundheit befasst. Die umfangreiche Ernährungsstudie der Havard School of Public Health mit 167.500 Menschen (116000 Krankenschwestern und 51.500 Männern in Gesundheitsberufen) zeigt, welche Ernährung gesund hält und welche krank macht.

Hiroyaso Iso von der Frauenklinik der Harvard Medical School, Boston, bediente sich der Daten aus der „Krankenschwestern-Gesundheits-Studie“. Seit 1976 wurden darin Krankenschwestern genau zu ihren Ernährungsgewohnheiten und Krankheiten befragt und regelmäßig untersucht. Isos Ergebnisse: Frauen, die fünf oder mehr Fischmahlzeiten pro Woche aßen, halbierten ihr Schlaganfallrisiko. Diejenigen mit zwei- bis viermal Fisch pro Woche verringerten ihr Risiko um 27 Prozent. Wer sich traditionell nur freitags von Fisch ernährt, wird immerhin noch mit einer Risikoreduktion von 22 Prozent für die Frömmigkeit belohnt. Dreimal Fisch im Monat reichen dann noch aus, um sich 7 Prozent des Schlaganfallrisikos zu entledigen.

Diese Zahlen wurden zwar ausschließlich an Frauen erhoben, aus medizinischer Sicht gibt es aber keinen Grund anzunehmen, dass Männer weniger profitieren.

Offensichtlich verhindern die Fischöle die Verklumpung von Blutplättchen und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Das schützt auch das Herz. Vor allem auch deshalb, weil die Fettsäuren gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Herzmuskelzellen ausüben und so die gefährlichen Herzrhythmusstörungen verhindern. Nachgewiesen werden konnte, dass durch häufige Seefischmahlzeiten die Sterblichkeit von Infarktpatienten gesenkt wird. Auch Blutdruck und Blutfettwerte werden durch Omega-3-Fettsäuren günstig beeinflusst.

Wirkung auf entzündliche Prozesse

Die verschiedenen aus den Omega-Fettsäuren aufgebauten Eicosanoide wirken auf Entzündungsprozesse. Darüber hinaus beeinflussen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Zellmembranen das komplexe Geschehen des Immunsystems. So werden auch einige Erkrankungen durch Omega-3-Fettsäuren günstig beeinflusst, bei denen entzündliche Prozesse eine Rolle spielen. Dazu gehören rheumatische Erkrankungen, Schuppenflechte und chronische Darmerkrankungen. Fischöle sollen hier Krankheitssymptome lindern bzw. medikamentöse Therapien unterstützen.

Depressionen

Viel Fisch in der Ernährung stabilisiert auch die Seele. Eine finnische Studie mit rund 3.200 Teilnehmern hat ergeben, dass Fisch möglicherweise vor Depressionen schützen kann. Wer viel und regelmäßig Fisch isst, leidet seltener an Depressionen. Studienteilnehmer, die Meeres- oder Süßwasserfische seltener als einmal die Woche zu sich nahmen, hatten ein um 31 % höheres Erkrankungsrisiko im Vergleich zu denen, die häufiger Fisch verzehrten. Nach Auffassung der Wissenschaftler könnten Omega-3-Fettsäuren für die Unterschiede verantwortlich sein, indem sie ähnlich wie einige Antidepressiva in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Ein niedriger Omega-3-Fettsäuren-Spiegel führt zu Serotoninmangel, was depressive Störungen hervorrufen kann.

Auch eine Untersuchung, die am McLean Hospital der Harvard-Universität durchgeführt wurde, deutet auf eine stimmungsaufhellende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren hin. Manisch depressive Patienten erhielten vier Monate lang entweder Fischöl- oder Olivenölkapseln. Nur das Fischöl konnte Symptome der Erkrankung mildern. Die Untersuchung stützt sich auf die Daten von nur 30 Patienten. Bis jetzt also kein Ersatz für Antidepressiva, vielleicht aber eine Ergänzung auf natürlicher Basis. Ein Vorteil ist sicherlich, dass Fischöl auch einen schützenden Effekt bezüglich Herzinfarkten und Schlaganfällen haben kann. Dies ist besonders interessant, da neuere Untersuchungen eine erhöhte Herzinfarktsterblichkeit bei Depressiven nachweisen. Also falls es doch nicht gegen die Depression hilft, so gilt hier – ähnlich wie beim Sport – dass es zumindest hilft, den Komplikationen der Depression vorzubeugen.

Zentrales Nervensystem

Eine frühzeitige, ausreichend hohe Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft und danach kann sowohl das Sehvermögen als auch die spätere Intelligenz der Kinder fördern. Im Übrigen fördern Omega-3-Fettsäuren auch beim Erwachsenen die Hirnleistung, weil sie die allgemeine Durchblutung verbessern und so dem Gehirn mehr Sauerstoff zugeführt wird. Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren für das Zentralnervensystem zeigt sich schließlich auch daran, dass Patienten mit Morbus Alzheimer oft ein deutliches Defizit aufweisen. Eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren kann durch vermehrten Verzehr von Fisch (v.a. fette Kaltwasserfische) oder durch Supplementierung (z.B. mit BFI Omega 3 Krill Öl) erfolgen.

Präventiv wirkt natürlich auch ein regelmäßiges Bewegungsprogramm an der frischen Luft. Am besten Ausdauertraining, Walken, Rad fahren, Langlaufen oder schwimmen.

Sportarten, die den Stresspegel erhöhen, sind für Herzkranke tabu.“

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