Nimm Marley auf den Arm und trag ihn in den Garten, an seinen Löseplatz. Jetzt, bevor du weiterliest. Wenn er gerade aufgewacht ist, gefressen hat oder seit einer Weile spielt, ist er vermutlich sowieso fällig – und du hast dann beim Lesen einen Welpen neben dir, der schon mal etwas richtig gemacht hat.
So beginnt Stubenreinheit: nicht mit einer Regel, sondern mit einem Weg, den du in den nächsten Wochen sehr oft gehst. Marley kann mit zehn Wochen noch nicht lange einhalten, und er weiß noch nicht, dass es in diesem Haus Orte gibt, an denen man nicht pinkelt. Beides lernt er nur draußen – jedes Mal, wenn es dort klappt. Deine Aufgabe ist deshalb nicht, ihm das Pinkeln drinnen abzugewöhnen. Deine Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es möglichst oft draußen passiert.
Der Löseplatz
In Kapitel 2 habt ihr eine Stelle im Garten ausgesucht. Jetzt wird sie wichtig. Ein guter Löseplatz ist ruhig, schnell erreichbar und immer derselbe. Ruhig, weil ein Welpe, der draußen vom Nachbarn, einem Vogel und dem Rasenmäher abgelenkt wird, alles tut, nur nicht das, weshalb er da ist. Schnell erreichbar, weil ein Welpe, der muss, sofort muss – nicht nach dem Schuhanziehen und dem Weg durch drei Räume. Und immer derselbe, weil der Geruch von gestern ihm sagt, wofür dieser Platz da ist. Hunde lösen sich gern dort, wo schon gelöst wurde. Das kannst du dir zunutze machen, statt dagegen zu arbeiten.
Hier endet dieser kurze Leseausschnitt.